Bitte lesen Sie sich den gesamten Text aufmerksam durch!

 

Zum 01.10.2020 ändert sich Vieles bei der Zertifizierung von Präventionskursen.

 

 

 

Wenn Sie in Zukunft irgendwann einmal Präventionskurse mit Kostenerstattung durch die Krankenkassen durchführen möchten, dann lesen Sie sich einmal alles bis zum Schluss aufmerksam durch!

 

 

 

Das Wichtigste fassen wir hier für Sie zusammen.

 

  • Ab dem 01.10.2020 werden die bisher bekannten Qualifikationen, Bsp. Physiotherapeut/In als Qualifikation nicht mehr anerkannt. Achtung, lesen Sie hier unbedingt den Hinweis zum Bestandsschutz
  • Es können Teile Ihrer bisherigen Ausbildung anerkannt werden, rechnen Sie jedoch mit max. 40%-60%. Die zukünftigen Qualifikationen umfassen 750 bis 870 Ausbildungsstunden je Präventionsprinzip und für jedes Präventionsprinzip.

 

Was ist ein Präventionsprinzip:

 

Grundsätzlich finden Sie im individuellen Ansatz der Prävention nach §20 vier Handlungsfelder mit den jeweiligen Präventionsprinzipien. Folgende sind für Sportwissenschaftler/Innen, Physiotherapeuten/Innen usw. von Relevanz.

 

 

Handlungsfeld Bewegung:

  • Präventionsprinzip 1 Allgemeine Bewegungsmaßnahmen à Kurse wie Ganzkörpertraining, Fitnessangebote, Zirkeltraining, AquaFit, FunctioPower, MehrPower usw.
  • Präventionsprinzip 2 Bei speziellen Risiken wie Muskels Skelett System oder Herz-Kreislauferkrankunge und Rückentraining aller Art, Beckenboden, Pilates, Nordic Walking, Laufseminare, AquaJogging, Osteoporose, Diabetes usw.

 

Handlungsfeld Entspannung:

  • Präventionsprinzip Förderung von Entspannung - Palliativ-regeneratives Stressmanagement à Kurse wie PR, YOGA à hier ist jedoch die Antwort der ZPP zu beachten.

 

Wie sichern Sie sich den Bestandsschutz:

 

  • Sind Sie zu dem Zeitpunkt in einem Präventionsprinzip zertifiziert, so behalten Sie die Zertifizierung und das Recht auf weitere Zertifizierungen von Kursen in diesem Präventionsprinzip ohne zukünftige Einschränkungen (Beachten Sie die Antwort der ZPP zu den Entspannungskursen). Dies gilt aber nur für das betroffene Präventionsprinzip.
  •  Um auch zukünftig in den gewünschten Handlungsfeld und den dementsprechenden Präventionsprinzipien Kurse anbieten zu können, sollten Sie sich jetzt bemühen in den/dem gewünschten Präventionsprinzip/en zertifiziert zu sein!
  • Wir empfehlen allen Bewegungsexperten auf jeden Fall mit mindestens einem Kurs in jedem der beiden Präventionsprinzipien im Handlungsfeld Bewegung zertifiziert zu sein.
  • Auch für Arbeitnehmer ist dies interessant, da Sie ein attraktiver Mitarbeiter für Ihre Arbeitgeber und die Krankenkassen sind und bleiben.
  • Um zertifiziert zu sein, müssen Sie ein Konzept einreichen, oder in ein zertifiziertes und darauf ausgelegtes Konzept eingewiesen werden. Die GEBE Akademie bietet Ihnen hierzu eine große Auswahl an passenden Konzepten, in welche Sie mit sehr geringem Aufwand eingewiesen werden.

 

 

 

Als Nachweis empfehlen wir Ihnen den aktuellen Leitfaden Prävention ab Seite 59.

 

Da die Aussagen hier aber großen Interpretationsspielraum bieten, haben wir für Sie bei der ZPP konkreter nachgefragt und schriftlich folgende Antwort erhalten:

 

„Kursleiterinnen und Kursleiter, von denen bis zum 30.09.2020 ein oder mehrere Kurse zertifiziert wurden, erhalten für das entsprechende Präventionsprinzip bzw. Entspannungsverfahren bei der nächsten (Re-)Zertifizierung eine dauerhafte Anerkennung ihrer Qualifikation.

Der Bestandsschutz und damit die dauerhafte Anerkennung einer Qualifikation bezieht sich stets auf ein Präventionsprinzip und eine bestimmte Kursleiterin/einen bestimmten Kursleiter. Es kann Bestandsschutz für die Anbieterqualifikation für verschiedene Präventionsprinzipien erteilt werden, sofern zertifizierte Kurse in verschiedenen Präventionsprinzipien vorhanden sind.

Bei den Entspannungsverfahren wird zusätzlich zwischen Autogenem Training Grundstufe, Progressiver Relaxation, Hatha-Yoga, Tai Chi und Qigong unterschieden. Wird ein Prüfantrag in einem Präventionsprinzip bzw. Entspannungsverfahren gestellt, für das die Kurleiterin bzw. der Kursleiter keinen Bestandsschutz erhalten hat, muss die Kursleiterin bzw. der Kursleiter für dieses Präventionsprinzip bzw. Verfahren sämtliche Qualifikationsnachweise einreichen und eine Prüfung nach den Mindeststandards durchlaufen.“

 

 

 

Zusammenfassung:

 

  • Wenn Sie nicht bis zu dem besagten Termin in dem gewünschten Präventionsprinzip zertifiziert sind, dann wird es Ihnen kaum mehr möglich sein, in Zukunft attraktive Präventionskurse anbieten zu können. Lassen Sie diese einmalige Chance nicht vergehen, denn Sie wissen nie, was die Zukunft bringt.
  • Lohnt es sich überhaupt zertifiziert zu sein? Wir sagen definitiv JA, denn das Budget für Prävention steigt immer wieder an und muss ausgeschüttet werden. Die Kosten für eine Konzeptschulung haben Sie mit den ersten beiden Kursabmeldungen schon wieder zurück und Sie können das Kursformat im Zertifizierungszeitraum von mindestens drei Jahren so oft machen wie Sie möchten.

 

 

Warten Sie also nicht lagen und melden Sie sich direkt für Ihre Wunschkurse an.

 

 

Übrigens ist die aktuelle Form der Konzeptschulung der GEBE Akademie via Mail noch bis zum 31.12.2019 geduldet. Bis dahin erworbene Urkunden behalten darüber hinaus Ihre Gültigkeit.

 

Wir möchten betonen, dass die Zentrale Prüfstelle nicht für die Inhalte, sondern lediglich die Umsetzung es Leitfadens verantwortlich ist. Wir betrachten die Zentrale Prüfstelle immer aus der Sicht eines Kooperationspartners.

 

 

Für künftige Änderungen im Prüfsystem können wir leider keine Haftung übernehmen!