Beschreibung
Dein fertiges Präventionskonzept für Zirkeltraining mit Geräten
Mit ZirkelVital bietest du in deinem Studio oder deiner Praxis einen zertifizierten Präventionskurs nach § 20 SGB V an, ohne ihn selbst ausarbeiten zu müssen. Du erhältst den vollständigen Stundenverlaufsplan, die Teilnehmerunterlagen und eine Live-Online-Einweisung. Danach schaltest du das Konzept bei der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) für dich frei.
Nachfolgekonzept zu SA15 (ZPP-ID KO-BE-ARVRZY).
Das Konzept auf einen Blick
- ZPP-Konzept-ID: KO-BE-AHVHRR
- Handlungsfeld: Bewegungsgewohnheiten
- Präventionsprinzip: Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität (Präventionsprinzip 1)
- Umfang: 10 Kurseinheiten à 60 Minuten
- Format: Präsenzkurs
- Gruppengröße: 6 bis 15 Teilnehmende
- Hauptbeanspruchungsform: Kraft (Kraftausdauer)
- Zusatzqualifikation: nicht erforderlich
Für welche Teilnehmenden das Konzept zugelassen ist
Die ZPP hat das Konzept für folgende Zielgruppe zertifiziert. Diese Angaben gelten für die Kursteilnehmenden, die du später betreust:
- Altersgruppe: Erwachsene in den Altersspannen 18 bis 49 Jahre, 50 bis 69 Jahre und ab 70 Jahren
- Zielgruppe: gesunde, auch ältere Versicherte mit Bewegungsmangel sowie Bewegungseinsteiger und -wiedereinsteiger
- Ausschluss: Personen mit behandlungsbedürftigen Erkrankungen
- Geschlecht: nicht geschlechtsspezifisch
Deine Teilnehmenden lernen im Kurs, ihren ganzen Körper im Zirkel zu kräftigen, und bauen Handlungs- und Effektwissen zu Trainingswirkung, Trainingssteuerung und Alltagsmotorik auf. Sie erarbeiten Gesundheits- und Handlungsziele, Wenn-Dann-Pläne und Strategien für Barrieren und Rückfälle. Am Kursende haben sie ein eigenes Heimprogramm und eine Vorstellung davon, welche Bewegungsform langfristig zu ihnen passt.
So sind die 10 Kurseinheiten aufgebaut
ZirkelVital ist ein Zirkeltraining mit Großgeräteanteil. Funktionsgymnastik und Training an Großgeräten teilen sich den Kurs. Der Geräteanteil bleibt innerhalb der ZPP-Vorgabe von höchstens der Hälfte des Kursprogramms.
- Einheiten 1 bis 5 – funktionsgymnastisch: Die Teilnehmenden lernen ein festes Repertoire funktioneller Kräftigungsübungen mit eigenem Körpergewicht und Kleingeräten. Es wird zunächst als Stationstraining erarbeitet und dann in Zirkelform gefestigt. Im Mittelpunkt stehen Körperwahrnehmung, posturale Kontrolle und Ganzkörperkräftigung.
- Einheiten 6 bis 10 – an Großgeräten: Die Teilnehmenden lernen geführte Kraftgeräte mit Einweisung in Einstellung, sichere Bedienung und Risiken bei falscher Anwendung kennen. Der Gerätezirkel wird schrittweise erweitert und mit funktionellen und koordinativen Stationen als Ausgleich kombiniert, bis die Teilnehmenden Einstellung, Widerstand und Stationswechsel selbstständig steuern.
Jede Einheit hat eine Informationsphase, eine Aufwärmphase, einen Hauptteil, einen Ausklang und einen Ausblick auf die Hausaufgabe. Die Theorie ist fest eingeplant. Diese Themen kommen im Kurs vor:
- Gewohnheitsbildung und Wenn-Dann-Pläne
- Barrieren- und Rückfallmanagement
- Gesundheits- und Bewegungsziele
- Aufbau und Wirkung von Zirkeltraining
- Bedeutung der Alltagsbewegung
- Wirkung von Kraft- und Ausdauertraining, Haltemuskulatur und Muskelketten
- Training an Geräten: Vor- und Nachteile, Anwendung und Risiken
- Beweglichkeitstraining: Mobilisation und Dehnen
- Koordination und Propriozeption
- Suche nach einer Life-Time-Sportart
- Umgang mit Stress
Didaktisch arbeitet das Konzept nach dem Prinzip „Vormachen – Nachmachen – Teilnehmerkorrektur“ und folgt dem Motivations-Volitions-Modell (MoVo). Ein Hausaufgabenprogramm baut Woche für Woche eine kurze Heimroutine auf.
Übungsrepertoire und eingesetzte Geräte
Die Liste zeigt alle Übungen des Konzepts und das jeweils nötige Material. „Funktionsgymnastisch“ heißt: ohne Gerät, mit dem eigenen Körpergewicht.
Kräftigung an Großgeräten
- Beinpresse (Funktionsstemme) – Großgerät
- Brust- und Haltungsstabilisator – Großgerät
- Latzug mit Schulterrotation – Großgerät
- Rückenstreckermaschine – Großgerät
- Hüftabduktion und Hüftadduktion an der Abduktoren-/Adduktorenmaschine – Großgerät
- Rumpfrotation an der Rotationsmaschine – Großgerät
- Armbeugen und Armstrecken an der Bizeps-/Trizepsmaschine – Großgerät
Funktionelle Kräftigung und Stabilisation
- Wirbelsäulenstreckung in Bauchlage – Matte, funktionsgymnastisch
- Gleitübung der vorderen Rumpfmuskulatur im Vierfüßlerstand – Handtuch
- Latzug im Stand – Gymnastikband
- Rudern im Stand und als Partnerübung – Gymnastikband
- Haltungsstabilisation des oberen Rückens mit Armen in U-Halte – funktionsgymnastisch, Variante mit Gymnastikband
- Liegestütz am Boden oder an der Wand – funktionsgymnastisch
- Kniebeuge – funktionsgymnastisch
- Ausfallschritt – funktionsgymnastisch
- Beinabspreizen in Seitlage – Matte, funktionsgymnastisch
- Beckenheben in Rückenlage – Matte, funktionsgymnastisch
- Rumpfstabilisation im Unterarmstütz auf dem Gymnastikball – Gymnastikball
- Einbeinstand mit Armvarianten – Matte, funktionsgymnastisch
Aufwärmen und Koordination
- Gehen und Traben mit Tempo- und Richtungswechsel, Arm- und Schulterkreisen, Anfersen, Kniehebelauf, seitliche Anstellschritte mit Armzug, Ausfallschritt im Gehen mit Rumpfrotation oder Armstrecken – funktionsgymnastisch
- Aerobic-Grundschritte: Marschieren, Schritt-Tipp, seitlicher Anstellschritt, Knieheben, Fersen-Gesäß-Schritt, Kreuzschritt seitwärts – funktionsgymnastisch
- Diagonale Überkreuzbewegungen im Gehen mit kognitiven Zusatzaufgaben – funktionsgymnastisch
- Gehen und Traben mit offenen und geschlossenen Augen, Rückwärtsgehen – funktionsgymnastisch
- Gangarten nachahmen mit Reflexion der Körperhaltung – funktionsgymnastisch
- Koordinationsspiele mit dem Luftballon, einzeln und mit Partner – Luftballon
- Partnerübung „Lokomotive“ – Gymnastikstäbe
- Herz-Kreislauf-Aktivierung am Ausdauergerät – Fahrradergometer, Crosstrainer oder Laufband (Großgerät), gerätefreie Alternative enthalten
Mobilisation
- Schulterkreisen, großes Armkreisen, Rumpfrotation, Hüftkreisen, Kniekreisen – funktionsgymnastisch
- Katzenbuckel und Pferderücken im Vierfüßlerstand – Matte
- Aufgestellter Ausfallschritt vor und zurück – Matte
- 90/90-Sitz, dynamisch von Seite zu Seite – Matte
- World’s Greatest Stretch (dynamische Ganzkörpermobilisation) – Matte
- Halber Drehsitz, dynamisch rotierend – Matte
Dehnung, Entspannung und Körperwahrnehmung
- Dehnung der Brustmuskulatur, der Hüftbeuger, der Kniestrecker und der Kniebeuger – funktionsgymnastisch
- Ausfallschritt mit Hüftstreckung und Armen über Kopf, Rumpfvorbeuge im Stand – funktionsgymnastisch
- Fantasiereise im Liegen – Matte
- Partnermassage mit dem Luftballon – Luftballon, Hocker
- Körpercheck zur Eigenwahrnehmung – funktionsgymnastisch
Diese Ausstattung brauchst du
Das Konzept nutzt bis zu sieben Kraftgeräte. Fehlt dir eines davon, ersetzt du es als Kursleitung durch eine funktionelle Übung für dieselbe Muskelgruppe aus dem Repertoire, zum Beispiel Kniebeuge oder Ausfallschritt statt Beinpresse.
Großgeräte
- Beinpresse (Funktionsstemme)
- Brust- und Haltungsstabilisator
- Latzuggerät mit Schulterrotation
- Rückenstreckermaschine
- Abduktoren-/Adduktorenmaschine
- Rotationsmaschine für den Rumpf
- Bizeps-/Trizepsmaschine
- optional: Fahrradergometer, Crosstrainer oder Laufband (eine gerätefreie Alternative ist im Konzept enthalten)
Kleingeräte und Hilfsmittel
- Gymnastikmatten
- Gymnastikbänder
- Handtücher
- Gymnastikbälle
- Gymnastikstäbe
- Luftballons
- Hocker
Organisation und Trainermaterial
- Musikanlage mit Musik
- Teilnehmerliste und Feedbackliste
- Klemmbretter und Kugelschreiber
- Teilnehmerunterlagen für alle Teilnehmenden
- Teilnahmebestätigungen
Das bekommst du
- Stundenverlaufsplan für alle 10 Kurseinheiten (PDF)
- Teilnehmerunterlagen mit Theorie, Hausaufgaben und Übungskatalog für zuhause (PDF) zum Weitergeben an deine Teilnehmenden
- Kursplakat zum Ausdrucken
- Marketinghandbuch und Leitfaden zur Kommunikation deines Präventionskurses
- Live-Online-Konzepteinweisung (Schulungsdauer zwei Stunden; zwei Fortbildungspunkte können anerkannt werden)
- Lernerfolgskontrolle und Schulungsbestätigung für die Freischaltung bei der ZPP
- Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Freischaltung bei der ZPP







